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Shownotes
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00:00:02:
00:00:12: Ich grüße euch, ich bin Silke Stadler.
00:00:15: Medizinredakteurin bei Nettdoktor!
00:00:17: Ich freue mich, dass ihr dabei seid.
00:00:19: Geht das
00:00:20: auch so?
00:00:21: Wenn ich den Begriff erblicher Brustkrebs höre, dann denke ich sofort an Frauen.
00:00:25: Tatsächlich ist das Thema aber auch für Männer relevant.
00:00:28: Zwar ist Brustkriebs beim Männern sehr viel seltener als bei Frauen.
00:00:31: Allerdings erkranken auch sie deutlich häufiger, wenn Sie ein familiäres Risiko haben.
00:00:37: Und Sie können Risikogene an Ihre Kinder weitergeben!
00:00:41: Sowohl Frauen als auch Männer sollten also hellhörig werden – wenn sich Fälle von Brust und übrigens auch Eierstockkrebs in Ihrer Familie helfen.
00:00:50: Mehr darüber erfahrt Ihr in der heutigen Folge.
00:00:53: Am Schluss schauen wir uns in Faktor- oder Fiktion an ob ihr mit aluminiumhaltigen Deos wirklich eurer Gesundheit schaden könnt.
00:01:00: Bleibt dran Das K-Wort, Krebs.
00:01:06: Das hört niemand gern!
00:01:08: Trotzdem wollen wir heute über dieses Thema sprechen weil es in vielen Familien eine Rolle spielt und es wichtig ist Bescheid zu wissen ob ihr im Laufe eures Lebenskrebs bekommt oder nicht.
00:01:19: das lässt sich nie zu ein hundert Prozent vorhersagen.
00:01:22: Tumoren können rein zufällig entstehen oder durch Risikofaktoren wie zum Beispiel Alter bestimmte Vorerkrankungen oder einen ungesunden Lebensstil begünstigt werden.
00:01:33: Bei Frauen ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung.
00:01:37: Etwa dreizehn von hundert Frauen sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen, das ist also fast jeder Achte!
00:01:43: In den meisten Fällen steckt keine ärbliche Ursache dahinter.
00:01:47: Sollte man allerdings eine Mutation –also eine Veränderung in einem sogenannten Hochrisikogen- geerbt haben, steigt das Brustkriebsrisiko enorm an.
00:01:57: Die bekanntesten Hochrisikkogene heißen BRCA I und BRCA II.
00:02:02: Vielleicht habt ihr diesen Namen schon mal gehört oder gelesen.
00:02:05: Damit es leichter von den Lippen geht, sprechen viele auch von Bracker I und Bracker II.
00:02:10: Wenn es in einer Familie mehrere Fälle von Brust- oder auch Eierstockkrebs gibt Oder Angehörige sehr jung erkrankt sind kann das ein Hinweis auf eine erbliche Belastung sein Was viele nicht wissen.
00:02:23: Eine solche Genveränderungen kann sowohl von der Mutter als auch vom Vater vererbt werden.
00:02:29: Männer können die Veranlagung also an ihre Kinder weitergeben und auch sie selbst haben ein erhöhtes Risiko für bestimmte Tumorarten.
00:02:38: Ob man eine entsprechende Genmutation geerbt hat, darüber können eine genetische Beratung und gegebenenfalls einen Gentestklarheit bringen.
00:02:47: Aber will man das denn überhaupt wissen?
00:02:49: Wenn man seine Gene doch nicht ändern kann?
00:02:51: Ja in vielen Fällen kann ein Gentest sinnvoll sein.
00:02:55: Für wen er sich eignet und wie er abläuft Darüber spreche ich heute mit Professor Alexander Volk.
00:03:01: Er ist Professor für familiäre Tumeerkrankungen an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und der Uni-Klinik Kölnen.
00:03:09: Dort leitet er das Zentrum Familiärer Brust & Eierstockkrebs.
00:03:13: Herzlich willkommen, Herr Prof.
00:03:14: Volkschön, dass Sie da sind!
00:03:16: Ja vielen Dank für die Einladung!
00:03:18: Brustkrebs ist ja die häufigste Art von Krebs bei Frauen – wie hoch ist denn da der ehrbliche Anteil?
00:03:25: Also eine Häufung von Brustkrebs in Familien findet man bei etwa ein Drittel aller erkrankten Frauen.
00:03:33: So ganz klar, ärbliche Formen sind allerdings von den erkranken Personen dann etwa nur fünf bis zehn Prozent.
00:03:40: und wenn es jetzt um erblichen Brust Krebs geht, dann hört man ja oft von diesen beiden Hochrisikogenen BRCA-I und II.
00:03:49: Was hat das damit auf sich?
00:03:50: Und warum nennt man die Hochrisiko-Gene?
00:03:54: also Die beiden Gene BHCR-I, BHCR II sind die Gene, die auch zuerst im Zusammenhang mit erblichen Brust und Eierstockkrebs identifiziert wurden.
00:04:04: Und sie sind mit Brustund mit Eierstoffkrebs assoziiert.
00:04:08: also man hat ein erhöhtes Risiko.
00:04:11: einen gegenüber Personen der allgemeinen Bevölkerung erhöht das Risiko Brust oder Eierstockkrebs zu entwickeln.
00:04:17: Also zum Beispiel wenn eine Mutation im BHCR I oder BHCRII Gen vorliegt haben Frauen eine Wahrscheinlichkeit von etwa sechzig bis achtzig Prozent an Brustkrebs zu erkranken und einer Wahrscheinlichheit von zwanzig bis vierzig Prozent an Eierstockkrebs.
00:04:33: Und im Vergleich dazu, Frauen der allgemeinen Bevölkerung Lebenszeitrisiken für Brust Krebs etwa zwölf Prozent und für Eier Stockkrebs etwa einen Prozent.
00:04:43: Alles klar!
00:04:44: Im Vorgespräch haben Sie auch erwähnt dass das ja durchaus ein Thema ist es nicht nur Frauen angeht.
00:04:49: können sie das nochmal kurz erläutern?
00:04:51: Nein, also man weiß auch Männer können an Brustkrebs erkranken.
00:04:54: Also das ist vor allem im Zusammenhang mit dem BHCR II Gen beschrieben dass dort auch Männer eine Brust Krebserkrankung entwickeln können.
00:05:01: und wenn die Mutation eine krankhafte Veränderung in BHCR I und BHCRII genvolligt haben Personen also auch Männer zum Beispiel auch erhöhte Erkrankungsrisiken für andere Tumore also zb.
00:05:13: Männer haben ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs Männer Ein Gegenüber der allgemeinen Bevölkerung erhöhtes Risiko eventuell dann auch für Bauspeicheldrüssen kräft.
00:05:24: Und jetzt denkt man ja eigentlich bei dem Thema erstmal, auch an die Frauen und vielleicht dann fälschlicherweise auch daran dass vor allem Mütter es an ihre Töchter vererben.
00:05:34: können sie das nochmal einordnen?
00:05:36: Das ist vielleicht eine naheliegende Idee, aber man muss sagen diese Erbanlagen des BHCR-I und BHCR II Gehen sind nicht geschlechtsgebunden vererbt.
00:05:46: Also sind auf den anderen Chromosomen.
00:05:49: das heißt also egal ob man ein Mann oder eine Frau ist.
00:05:53: die Weitergabewahrscheinlichkeit dieser genetischen Veränderung beträgt fünfzig Prozent autosomal dominante Vererbung wenn man sich so an die Schulzeit erinnert.
00:06:03: ja
00:06:04: Manche Hörerinnen und Hörern sich jetzt fragen, ob sie vielleicht selbst so eine genetische Mutation in sich tragen.
00:06:09: Was gibt es dafür Hinweise?
00:06:13: Also wir bekommen Hinweis darauf dass eine ärbliche Form vorliegen könnte wenn halt Tumore aus einem speziellen Tumorspektrum in einer Familie häufiger auftreten.
00:06:22: beim Brust- und Eierstockkrebs ist das zum Beispiel dann wenn in der Familie Brust Eier Stockkrebs auftritt besonders früh ein Tumor auftritt, wenn eine Frau vor dem fünfunddreißigsten Lebensjahr im Brustkrebs erkrankt.
00:06:34: Wenn man zweizeitig erkrankte, das heißt vielleicht ist erst die eine Brust erkrankт Jahre später erkrankt man auf der anderen Seite.
00:06:41: oder wie gesagt, wenn Brust und oder Eierstockkrebs dann bei einer Person auftritt?
00:06:47: Das ist auch ein Hinweis ja.
00:06:49: Und wenn man jetzt den Verdacht hat dass man da eventuell betroffen sein könnte was würden Sie empfehlen?
00:06:53: was wäre der erste Schritt?
00:06:56: Also wenn man selbst erkrankt ist, ist es eigentlich auch so dass man bei einer Behandlung in zertifizierten Brust- und gynäkologischen Krebszentren auch Checklisten bearbeiten muss oder durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte erfragt wird.
00:07:12: Wie sieht das in der Familie aus?
00:07:14: Könnte es da ein Hinweis auf eine erbliche Form geben?
00:07:18: dann ist es eigentlich relativ automatisch, dass den Personen auch eine genetische Beratung oder auf Direkttestung angeboten wird.
00:07:26: Also direkt dem Rahmen der Behandlung.
00:07:30: Wie sieht das bei denen aus die jetzt quasi noch keine Vorerkrankungen haben?
00:07:33: Sondern tatsächlich vielleicht gibt's da mehrere Fälle in der Familie ... Die Oma hatte schon Brustkrebs und vielleicht die Tante... wie siehts denn da aus?
00:07:42: Also die Personen, die die Sorge haben dass aufgrund der Familiengeschichte sie selbst sind noch gesund ein erhöhtes Erkrankungsrisiko bestehen könnte.
00:07:51: Die können sich an romagnetische Beratung stellen oder auch Zentren des Konsortiums für familiären Brust- und Eierstockkrebs wenden.
00:08:01: das ist halt verbunden von Universitätsklinika, die Spezialsprechstunden eingerichtet haben an die sich dann ratsuchende wenden können und diese Fragen beantwortet bekommen.
00:08:14: Ja in der Familie könnte eine Wahrscheinlichkeit bestehen oder es besteht keine Wahrscheinlichkeiten.
00:08:19: also man erhebt dann einen Stammbaum guckt, wer war wie erkrankt.
00:08:25: Kann man eventuell noch eine erkrankte Person untersuchen?
00:08:28: Weil man muss sagen, man kennt heute einige Erbanlagen.
00:08:31: neben dem Brust-BHCRI und BHCRII gehen auch noch weitere Gene aber man kennt noch nicht alle und insofern möchte man erstmal eine Person testen die selbst erkrankт ist.
00:08:43: Und wenn man dann bei dieser Person eine Veränderung gefunden hätte, könnte man für die Verwandtschaft ne exakte Einschätzung abgeben.
00:08:51: Ist da ein erhöhtes Risiko ja oder nein?
00:08:54: Also das wäre der Weg!
00:08:55: Man versucht erst mal eine erkrankte Person, eine sogenannte Indexperson zu untersuchen.
00:09:00: Wenn man dort was findet, exakee Einschätzungen in der Familie möglich wenn keine selbst erkrankte Person mehr zur Verfügung steht für eine genetische Testung, weil sie den Gen-Test nicht durchführen möchte oder weil sie verstorben ist.
00:09:14: Dann hätte man aber auch die Möglichkeit, eine gesunde Person sozusagen vorher sagen zu testen.
00:09:20: Alles klar und können Sie kurz skizzieren wie so ein Gen-test dann abläuft?
00:09:25: Also ich habe das tatsächlich selber schon gemacht.
00:09:27: es war recht unspektakulär dass man einfach Blut abgenommen bekommt?
00:09:31: Ja, ganz genau so ist es.
00:09:33: Also letztendlich muss man, dass eine genetische Untersuchung auf dem Wegbringkram fordert das Gen-Diagnostikgesetz, dass man eine Aufklärung zur genetischen Analyse unterschreibt.
00:09:45: also die Tragweite dieser genetischen Untersuchungen wird einem erläutert und man will ich dann in diese genetischer Untersuchungsregion ein.
00:09:52: Wenn man diese Einwiedigung getätigt hat, dann würde man danach eine ganz normale Blutabnahme aus der Wehne machen wie man sie auch von der Hausärztin oder dem Hausarzt kennt.
00:10:02: Mit dieser Blutprobe arbeiten wir dann im Labor weiter und isolieren daraus die DNA, untersuchen die entsprechenden Erbanlagen, die Gene gucken ob dort eine krankhafte Veränderung einer Mutation vorliegt oder wie gesagt ob der Test unauffällig war Und dann würde in einem weiteren Gespräch praktisch das Ergebnis noch mal mitgeteilt werden.
00:10:23: Auf welche verschiedenen Testergebnisse muss man sich denn einstellen?
00:10:26: Das ist ja nicht unbedingt schwarz oder weiß.
00:10:29: Genau, wir hatten gerade gesagt einen auffälliges oder unauffälliges Ergebnis und es ist nicht schwarz-weiß und wir können heute auch noch nicht alles hundertprozentig immer einschätzen.
00:10:40: Wir haben so Klassifikationen die wir nutzen können um genetische Varianten Krankheitsauslösend, nicht krankheitsauslosend einzuordnen.
00:10:50: Aber dazwischen gibt es halt auch noch so Varianten die wir nicht der einen und nicht der anderen Gruppe zuordnen können.
00:10:55: das sind so Varianten unklarer Signifikanz, so nennen wir sie VOS.
00:11:00: Bei denen können was beim besten Willen heutzutage noch nicht sagen.
00:11:05: Und das wäre etwas wo wir dann auch in diesem fall sagen würden ja Wir haben was gefunden was nicht unauffällig ist.
00:11:12: aber wir können auch nicht sagen dass es was isst wesentlich wahrscheinlicher, dass es im Verlauf je mehr Daten, je mehr Erkenntnisse man bekommt auch diese Varianten unklarer signifikant zu gutartigen Varianten werden.
00:11:27: Aber man kann's heute noch nicht sagen die Einschätzung ist da einfach noch nicht letztendlich abschließend möglich.
00:11:34: aber die Erkenntnisse, die man dann im verlauf gewinnt können dazu führen die zukünftig besser einzuschätzen.
00:11:41: Das hat man zumindest bei diesen Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs, diesem Konsortium unter den Konsortiumszentren.
00:11:49: Hat man die Möglichkeit auch einzubiligen das wenn neue Erkenntnisse zu diesen Varianten unklarer Signifikanz sich ergeben dass man auch über diese Varianten dann oder diese Neuklassifikation informiert wird.
00:12:03: also das ist eine Besonderheit die man in diesen Konsortialzentren hat das ist mit dem Krankenkasten durch Spezialverträge gesichert, dass man da diese speziellen Rückmeldemechanismus hat.
00:12:15: Weil Sie gerade die Krankenkassen erwähnen?
00:12:17: Das ist ja alles von der Kasse wird es ... Von einer gesetzlichen Krankenkasse wird das übernommen richtig?
00:12:22: Genau also das sind... das ist eine besondere.
00:12:25: Also zumindest an diesem Konsortium-Centren für Familienbrust und Eierstockkrebs.
00:12:29: Es ist eine besondere Versorgung Eine wissensgenerierende Versorgungen bei dem man auch noch mehr Leistung bekommen kann als es normalerweise in der Regelversorgung möglich ist.
00:12:41: Deshalb haben die Krankenkassen mit diesen Konsortialzentren spezielle Verträge abgeschlossen, da ist das eine normale Leistung oder dann eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasten.
00:12:51: auch mit vielen privaten Krankenkassens sind dort Verträge geschlossen worden.
00:12:56: aber selbstverständlich es ist auch möglich sich bei niedergelastenden Humangenetikerinnen und Humangenetikern beraten zu lassen.
00:13:04: Und dort ist es dann auch diese genetische Beratung und der Gentest eine normale Leistung, der gesetzlichen und vieler privater Krankenkassen.
00:13:14: Alles klar!
00:13:15: Und nehmen wir an beim Gentest kommt nun raus dass man eine Mutation in einem Risiko Gen in sich trägt.
00:13:22: Wie geht's dann weiter?
00:13:25: Das ist natürlich dann erst mal für die Person.
00:13:27: wenn man jetzt selbst erkrankt ist, hat es teilweise dann Überlegung für die klinische Versorgung in sehr wenigen besonderen Fällen.
00:13:38: Hat das Auswirkungen auf das Therapie-Regime, dass man manche Therapeutika hinzugeben würde?
00:13:44: Im Großteil der Fälle ist aber die Behandlung auch bei diesen erblichen Großkrebserkrankungen analog.
00:13:51: den nichterblichen Pfeile muss man sagen.
00:13:55: Die Besonderheit, die da bestehen würde ist dann aber im Verlauf das aufgrund dieser erblichen Neigung ja noch Erkrankungsrisiken für die andere Brust bestehen oder Erkränkungsrisik für die Eierstöcke.
00:14:08: Und insofern würde man dann wenn man so eine ärbliche Veranlagung nachweisen würde den Frauen intensivierte Frühjahrkennungsmaßnahmen für das Brustrüsengewebe anbieten.
00:14:20: Mit zeitlichem Versatz zur Erkrankung und zur aktuellen Therapie, beziehungsweise dann auch im Verlauf.
00:14:27: wirklich wenn es eine Hochrisikovariante oder im Hochrisiko gehen BACA eins oder zwei in der Variante vorliegen würde, würde man auch überlegen nach abgeschlossener Familienplanung nach dem vierzigsten Lebensjahr sehr individuell abgestimmt, ob man gegebenenfalls prophylaktische Operation im Bereich der Eierstöcke und Eileiter anbieten würde.
00:14:53: Weil man für die Eier-Stöcke relativ schlechte oder keine Früherkennungsmaßnahmen hat.
00:15:00: Und letztendlich wäre auch eine Überlegung, die Personen, die keine Früherkennungsmassnahmen für das Brustdrüsen gewebe machen möchten zu überlegen Aber auch wiederum sehr individuell und nach sehr intensiver Beratung, ob prophylaktische Operationen im Bereich des Brustdüsengewebes angeboten würden.
00:15:20: Und von diesen Maßnahmen würden auch Frauen profitieren die noch nicht erkrankt sind aber eben ein sehr hohes Risiko haben im Laufe ihres Lebens zu erkranken weil sie eben die Mutation haben?
00:15:30: Exakt!
00:15:31: Also für die gesunden Personen gilt das ein Stück weit oder nicht ein Stück weiter?
00:15:37: gilt es für gesunde Personen auch?
00:15:38: so ja
00:15:39: So ein Gehntest und die entsprechenden Ergebnisse.
00:15:42: Das kann ja auch deutliche Auswirkungen auf das eigene Leben haben, aber durchaus auch auf das Leben der Familienmitglieder.
00:15:49: Was kann denn bei so einer Entscheidung helfen?
00:15:51: Was sind da Ihre Erfahrungen mit Patientinnen und Patienten?
00:15:55: Es ist so, dass es natürlich durch das BRCA-Netzwerk erstmal allgemeine Informationen zu diesem ganzen Thema gefunden werden können.
00:16:05: Wir natürlich mit einer genetischen Beratung die Personen über den möglichen Ablauf einer geneticen Testung informieren können auch mit der Person abwägen macht man einen Gentest macht man keinen Gentest?
00:16:19: jeder Mensch hat ein Recht auf nicht wissen Welche Möglichkeiten von Früherkennungsmaßnahmen hätte man auch ohne einen Gentest oder mit einem Gentest?
00:16:29: Das kann man dann sehr, sehr individuell noch einmal überlegen und beraten.
00:16:33: Und wie gesagt für diese Entscheidungsfindung werden auch Computerprogramme zum Beispiel in der Charité in Berlin entwickelt um bei der Entscheidungsfindung gegebenenfalls auch bei Operation die richtige Entscheidung für sich jeweils zu finden.
00:16:49: Welche Faktoren spielen bei der Entscheidung für oder gegen einen Gentest vielleicht eine Rolle?
00:16:56: Das ist sehr vielschichtig, muss man sagen.
00:17:00: Bei erkrankten Personen, die eventuell auch eine zusätzliche Therapie bekommen könnten, wenn eine krankhafte Veränderung vorliegt ... Da sind es andere Anreize eines Gentests als bei einer gesunden Person, die ihr Erkrankungsrisiko ... erfahren möchte.
00:17:19: Also eine gesunde Person möchte für ihre Lebensplanung, für ihre Familienplanung und für die Verwandtschaft eventuell eine genaue Einschätzung bekommen wie deren Erkrankungsrisiken sind, wie mein individuelles Erkrankungsrisiko ist.
00:17:34: Das sind sehr unterschiedliche Aspekte, die da mit hineinspielen und richtig oder falsch führen oder gegen einen Gentest gibt es im Grunde nicht.
00:17:45: im Bereich der ärblichen Tumorerkrankungen, wenn man präventiven Maßnahmen ergreifen kann oder auch therapeutische Konsequenzen sich aus dem Gentest ergeben sind natürlich andere als jetzt zum Beispiel für eine neurogediggere Narrativerkrankung bei der man eventuell heutzutage noch keine Behandlungsoptionen hat.
00:18:03: Nichtsdestotrotz gibt es da dann auch Personen die sagen ja ich möchte das für meine Lebensplanung zum Beispiel wissen ob ich da eine Veränderung in einer entsprechenden Erbanlage habe ja oder nein.
00:18:14: also Im Grunde sind das sehr, sehr individuelle Entscheidungen die in die Entscheidung für oder gegen einen Gentest rein spielen.
00:18:24: Muss man dann im Vorfeld von so einem Gentest auch irgendwelche versicherungsrechtlichen Aspekte berücksichtigen?
00:18:30: Es gibt einige Versicherungen, die nach Ergebnissen so genetischer Untersuchung fragen dürfen.
00:18:35: Aber erst ab speziellen Versicherungssummen – das sind Berufsunfähigkeitsversicherung, Pflegeversicherungerwerbsunfähigkeltsversicherung aber alles nur so private Zusatzversicherungen, die man gegebenenfalls abschließen würde und auch erst ab speziellen Versicherungssummen.
00:18:53: Das wären auch Aspekte, die durchaus dann in einer genetischen Beratung angesprochen werden.
00:18:59: Also diese Versicherungen dürfen nach dem Ergebnis gegebenenfalls unter ganz speziellen Umständen fragen.
00:19:04: Aber sie dürfen wahrscheinlich nicht einen Gentest verlangen, oder?
00:19:07: Exakt so ist es ja und auch Krankenkassen, das ist immer die Frage, dürfen die danach fragen, die dürfen nicht danach fragen.
00:19:14: Oder ist verlangt?
00:19:15: Ganz klares Nein!
00:19:17: Alles klar.
00:19:18: Herr Professor Volk vielen Dank für das tolle Gespräch.
00:19:21: Sehr gerne
00:19:29: Heute schauen wir uns an, ob es wirklich stimmt das Aluminium in Deos gefährlich ist.
00:19:34: Die kurze Antwort?
00:19:35: Unwahrscheinlich!
00:19:36: Zumindest nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand.
00:19:40: Trotzdem ist Aluminum ein Stoff den wir insgesamt im Auge behalten sollten.
00:19:44: Schauen wir uns das der Reihe nach an.
00:19:47: Warum enthalten manche Deos überhaupt Aluminiums bzw.
00:19:50: Aluminumsalze?
00:19:52: Normale Deos ohne Aluminuum wirken vor allem antibakteriell.
00:19:56: Antitransparenzien enthalten dagegen in der Regel Aluminiumsalze, die das Schwitzen selbst verringern und das Problem sozusagen an den Wurzel packen.
00:20:05: Nasse Achseln- und Geruchsbildung entstehen gar nicht erst.
00:20:08: Allerdings stand Aluminum in Deos in den letzten Jahren stark in der Kritik.
00:20:13: Es wurde unter anderem diskutiert ob ein Zusammenhang mit Brustkrebs oder neurologischen Erkrankungen wie z.B.
00:20:19: Alzheimer besteht.
00:20:21: Damit Aluminuum im Körper Schäden anrichten kann muss es aber erstmal dort hineingelangen.
00:20:26: Neuere Studien zeigen, dass die Aluminiumaufnahme über unverletzte Haut deutlich geringer ist als man zunächst angenommen hatte.
00:20:35: Dementsprechend hat auch das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertungen – kurz BFR – die Gesundheitsgefahr durch aluminiumhaltige Antidransparenzien neu bewertet.
00:20:45: Nach heutigem Wissen sind gesundheitliche Beeinträchtigung selbst bei täglichem Gebrauch unwahrscheinlich!
00:20:51: Und ganz generell ist bis heute nicht wissenschaftlich belegt, dass Aluminium bei Menschen Brustkrebs oder Alzheimer verursachen kann.
00:21:00: Unproblematisch ist Aluminum trotzdem nicht – gelangt auf Dauer zu viel Aluminuum oder seine Verbindungen in den Körper, kann das Nerven-, Knochen- und Nieren schädigen.
00:21:10: Darum gilt grundsätzlich die Gesamtbelastung sollte nicht unnötig hoch sein!
00:21:16: Der Beitrag von Antitransparenzien zur Aluminium-Gesamtaufnahme ist laut BFR sehr gering.
00:21:22: Bedeutende Aufnahmequellen im Alltag sind dagegen vor allem Lebensmittel, auf die zusätzlich Aluminum aus beispielsweise aluminiumhaltigen Verpackungen oder Kochotensilien übergehen kann.
00:21:34: Auch Kosmetiker und Medikamente können zu Aluminiumsaufnahmen beitragen!
00:21:39: Was bedeutet das für euren Alltag?
00:21:41: Nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand spricht nichts dagegen, dass ihr täglich aluminiumhaltige Deos benutzt.
00:21:49: Ihr solltet sie in normalen Mengen und nicht auf verletzter gereizter oder frisch rasierter Haut anwenden.
00:21:55: Ansonsten könnt ihr der Stoff leichter in den Körper gelangen.
00:21:59: Wenn ihr trotzdem sparsam mit aluminiumhaltigen Antitransparenzien umgehen wollt, könnt ihr sie ganz gezielt und bewusst einsetzen!
00:22:06: Verwendet sie zum Beispiel nur an Tagen, an denen ihr ins Schwitzen kommt oder viel unter Menschen seid.
00:22:12: Am besten achtet ihr aber darauf, dass ihr euren Körper insgesamt nicht unnötig mit Aluminium belastet.
00:22:18: Relevante Quellen im Alltag sind z.B.
00:22:20: Lebensmittel die natürlicherweise – oder über Zusatzstoffe – Aluminumverbindungen enthalten könnten.
00:22:27: Letzteres könnt ihr am Besten feststellen wenn ihr auf der Liste mit Inhaltsstoffem nach dem Wort Aluminuum ausschau haltet.
00:22:34: Besonders wichtig, auch über Verpackungen oder Kochgegenstände wie unbeschichtete Alutöpfe, Aluschalen und Alufolie kann Aluminium in euer Essen gelangen.
00:22:45: Das ist vor allem dann der Fall wenn es sich um sehr saure oder salzige Lebensmittel wie Tomatensauce oder Zitronenmarinaden handelt.
00:22:53: Greift hier besser zu Utensilien aus Edelstahl!
00:22:55: Wenn ihr mehr über aluminiumhaltige Deos und ihre Alternativen erfahren wollt, findet ihr den passenden Netdoctorlink in der Beschreibung und abonniert doch auch gleich unseren Podcast Gesund Befund.
00:23:06: Den gibt's überall dort, wo ihr Podcast hört!
00:23:10: Und damit nochmal zurück zum erblich bedingten Brustkrebs.
00:23:14: Eine geerbte Genmutation ist nur für einen relativ kleinen Teil der Brustkriegsfälle verantwortlich.
00:23:20: Allerdings steigt das Erkrankungsrisiko eben enorm an wenn man zu denjenigen zählt die eine solche Genveränderung in sich tragen.
00:23:28: Falls es Hinweise auf ein vererbtes Risiko für Brust Krebs oder Eierstockkrebs gibt sollten Frauen, aber auch Männer eine genetische Beratung in Betracht ziehen.
00:23:39: Mein gesund befund nach dem Gespräch mit Professor Volk ist dass euch ein Gentest hier Klarheit und Orientierung bringen kann.
00:23:48: Sprecht am besten mit eurem Arzt oder eurer Ärztin darüber!
00:23:51: Und lasst Beschwerden unabhängig davon bitte zeitnah abklären.
00:23:56: Welche Brustkrebsanzeichen es gibt und allgemeine Infos auch zu Vorsorgemaßnahmen findet ihr in den Show Notes.
00:24:03: Was sind eure Erkenntnisse aus der heutigen Folge?
00:24:06: Teilt eure Gedanken gerne mit uns und schickt uns euer Feedback.
00:24:09: Die E-Mail-Adresse findet ihr unten in der Showbeschreibung!
00:24:12: Und wenn ihr euch generell für Frauengesundheit interessiert, dann abonniert doch gleich noch unseren passenden WhatsApp-Kanal
00:24:17: –
00:24:18: den Link haben wir ebenfalls in den Schornots für euch interlekt.
00:24:21: Ich wünsche Euch jetzt alles Gute bis zum nächsten Mal.
00:24:24: Euere Silke.
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